• Ansichtskarte Verlag Papierhandlung Ludwig Siever in Aschersleben, versendet 1932; Bestand: Historisches Archiv des OSV

Geprüft in Aschersleben

Eine satzungsmäßige Aufgabe des OSV ist die Förderung der Aus- und Weiterbildung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Sparkassen. Dazu wird eine Akademie unterhalten. Auch in früheren Zeiten war die Bildungsarbeit ein wichtiges Verbandsthema. So konnten Beamte und Angestellte von Gemeinden, die in Sparkassen arbeiteten, Ende der 1920er-Jahre zum Beispiel an der Verwaltungsschule in Aschersleben Lehrgänge absolvieren. Dafür gab es sogar überregionales Interesse.

Interessantes ist etwa zur Abschlussprüfung des Sparkassenlehrgangs im Frühjahr 1928 überliefert. Für die schriftliche Prüfung musste eine Sparkassenbilanz aufgestellt werden. Verschiedene Rechenaufgaben (Effektenabrechnungen, Diskontberechnung, Devisenabrechnungen) waren zu lösen. Und es stand eine knifflige Aufgabe aus dem Bereich Hypotheken- und Kreditwesen auf dem Plan. Alle 21 Prüflinge bestanden, davon drei mit dem Prädikat „recht gut“ und vier mit „gut“. Den übrigen Teilnehmern wurde „Erfolg“ bescheinigt.

Über die Benotung entschied die Prüfungskommission. Sie bestand aus dem Oberbürgermeister von Aschersleben als Vorsitzendem, dem Oberbürgermeister von Stendal, dem Kämmerer der Stadt Schönebeck und dem Direktor der Stadtsparkasse Aschersleben. Auch der Geschäftsführer des für die Provinz Sachsen, für Anhalt und Thüringen zuständigen Regionalverbandes gehörte der Kommission an.