• Sparkassengeschichte & Beachvolleyball - das Programm der Auszubildenden der Sparkasse Barnim beim Besuch in Berlin : © Historisches Archiv des OSV

  • Erste Standorte im Geschäftsgebiet der Sparkasse Barnim waren 1857 Bernau als Nebenstelle der Sparkasse des Kreises Niederbarnim und 1862 Eberswalde als Nebenstelle der Sparkasse des Kreises Oberbarnim. : © Historisches Archiv des OSV

Auszubildende der Sparkasse Barnim zu Besuch bei uns

Heute war es wieder einmal soweit. Im Bürogebäude am Spittelmarkt durften Britta Weschke und ich Auszubildende einer Mitgliedssparkasse des Ostdeutschen Sparkassenverbandes herzlich begrüßen. 18 Azubis der Sparkasse Barnim waren in die Hauptstadt gereist, um an unserer Bildungsveranstaltung teilzunehmen und sich anschließend beim Beachvolleyball sportlich zu betätigen.

Doch zunächst ging es für die Gäste hoch hinaus. In der 19. Etage konnten sie den Blick über Berlin schweifen lassen und bekamen von Frau Weschke Interessantes über den OSV und seine Aufgaben zu hören. Anschließend fand man sich zu einer 1 ½ stündigen Veranstaltung ein, bei der nicht nur die deutsche und regionale Sparkassengeschichte auf der Agenda standen.

Dass bereits die römischen Legionäre für das Alter vorsorgten, die Kirche im Mittelalter Zinsen verbot und sich der Autor des bekannten Romans „Robinson Crusoe“ Gedanken um eine Sparkassengründung machte, konnte ich beispielsweise ansprechen. Die erste Sparkasse der Welt entstand dann aber 1778 in Hamburg als private Einrichtung, die erste preußische 40 Jahre später in Berlin als kommunales Institut.

Und somit war man schon thematisch in der brandenburgischen Heimat angelangt, wo vor 160 Jahren der erste Sparkassenstandort im Geschäftsgebiet der Sparkasse Barnim entstand: Bernau. 1862 folgte Eberswalde, wo sich heute der Sitz der Sparkasse befindet. Wichtige Fakten zur Entwicklung bis in die heutige Zeit wurden, natürlich reich bebildert, durch eine Präsentation vermittelt. Objekte aus unserem Archiv machten die Runde. An wissenswerten Anekdoten mangelte es nicht. Denn es geht nicht darum, Inhalte „trocken“ vorzutragen. Selbstverständlich ging ich auf gute und schlechte Zeiten ein.

Die Ortskenntnis der Auszubildenden wurde zwischendurch anhand von alten Ansichtskarten von Sparkassengebäuden getestet. Sie konnten feststellen, in welcher Stadt sich die historische Geschäftsstelle befand beziehungsweise noch befindet. Auch ihr, zuvor erworbenes, Wissen um die Entwicklung der Logos der Sparkassenorganisation stellten die Azubis unter Beweis. Abgerundet wurde die Veranstaltung durch unterhaltsame Werbefilme, die die Barnimer_innen sehr gut datieren konnten.

Wenn Sie als Auszubildende oder Mitarbeiter_innen eines Mitgliedsinstituts des OSV Lust haben, Ihre Sparkassengeschichte spannend präsentiert zu bekommen, dann melden Sie sich gern bei uns an. Wir machen es Ihnen einfach und bieten „maßgeschneiderte“ Präsentationen. Wir freuen uns auf Ihren Besuch. Auch Inhouse-Termine sind möglich.

  • So bunt und vielfältig wie das zur Tagung entstandene Schaubild war das Programm am 30. und 31. Mai 2017. : © www.annelehmann.de (Bildausschnitt)

  • An unserem Messestand konnten einige Spiele ausprobiert werden. Wir bringen Sparkassengeschichte unterhaltsam an den Mann und an die Frau, das Kind in der Schule oder den langjährigen - oder neuen - Kunden und Mitarbeiter. Wir bieten Interessantes für jede Zielgruppe. Sprechen Sie uns an. : © Historisches Archiv des OSV

Sparkassen-Azubis aufgepasst!

Während der aktuellen Jahrestagung Ausbildung 2017 an der Nord-Ostdeutschen Sparkassenakademie in Potsdam ging es an unserem Messestand gleich früh morgens hoch her. Es wurde gespielt, beraten und es wurden neue Kontakte geknüpft. Vielen der angereisten Ausbildungsverantwortlichen der Sparkassen konnten wir, vom Historischen Archiv des Ostdeutschen Sparkassenverbandes, neue Impulse für die Lehre geben.

Unser Angebot beginnt mit den klassischen Vorträgen und Schulungen in Sachen allgemeine und regionale Sparkassengeschichte. Jedes Institut kann sich sicher sein, dass bei unseren Veranstaltungen die Geschichte des eigenen Hauses eine besondere Rolle spielt. Dafür sorgt vor allem unser Historiker, Thomas Einert, indem er in vielen Archiven und Bibliotheken recherchiert, wenn unsere Bestände nicht ausreichen.

Darüber hinaus haben wir in den letzten Jahren zahlreiche Spiele entwickelt, mit denen wir Jung und nicht mehr ganz so Jung an Sparkassengeschichte heranführen und begeistern. Denn nur passives Zuhören macht keinem Spaß. So haben wir z. B. ein Memory-Spiel mit alten neuen Werbeplakaten und den verschiedensten Slogans, ein Stempel- bzw. Klebespiel mit allen Sparkassenlogos seit 1924 und quizzen kann man mit uns auch.

Die Spiele sind bereits auf zahlreichen Veranstaltungen getestet und für gut befunden worden. Auch einige Sparkassen-Azubis aus unserem Verbandsgebiet waren darunter.

Also, Azubis – keine Angst vor Geschichte! Es ist gut zu wissen, seit wann und warum es Eure Sparkasse eigentlich gibt, woher das bekannt S stammt oder mit welchem Geld vor dem Euro so bezahlt wurde.

  • Von 1991 bis 1996 wirkte die Ostdeutsche Sparkassenakademie, heute Nord-Ostdeutsche Sparkassenakademie, in Berlin-Rahnsdorf. : © Historisches Archiv des OSV/Fotograf: Volkmar Thie

  • Auszug der Satzung des Verbandes in der Fassung vom 17. September 1991 : © Historisches Archiv des OSV

Vor 25 Jahren – Gründung der Ostdeutschen Sparkassenakademie

Ein Vierteljahrhundert ist es nun schon her: Am 9. Oktober 1991 wurde die Ostdeutsche Sparkassenakademie (OSA) offiziell gegründet. Dies war die Entscheidung des Vorstandes des Ostdeutschen Sparkassen- und Giroverbandes (OSGV). Bereits ein Jahr zuvor war die Vorbereitung der Gründung vom vorläufigen Verbandsrat beschlossen worden, denn gemäß der Satzung vom 20. März 1990 oblag dem Verband die Förderung der Aus- und Weiterbildung der Mitarbeiter der Mitgliedssparkassen.

Diesbezüglich gab es eine Menge Arbeit. An den Arbeitsplätzen änderte sich damals fast alles. Vom Auszubildenden bis zur Führungskraft musste jeder mit allen Themen der Marktwirtschaft und insbesondere des Kreditwesens vertraut gemacht werden. Über 20.000 Menschen waren kurz- und mittelfristig umzuschulen und fortzubilden. Die Qualifizierung der Mitarbeiter und Führungskräfte hatte 1990 eine strategische Bedeutung bei der Entwicklung der ostdeutschen Sparkassen zu wettbewerbsfähigen Universalinstituten.

Die Nachqualifizierung stellte eine gewaltige Aufgabe dar. Nur mit der Hilfe der westdeutschen Sparkassenorganisation konnte anfangs das nötige Rüstzeug vermittelt werden, um den Übergang von der sozialistischen Plan- zur sozialen Marktwirtschaft zu meistern und dann im harten Wettbewerb mit den anderen Geldinstituten zu bestehen. Die wichtigsten Maßnahmen wurden 1990 zunächst mit Unterstützung des Deutschen Sparkassen- und Giroverbandes, der Deutschen Sparkassenakademie sowie der westdeutschen Regionalverbände und ihrer Bildungseinrichtungen durchgeführt.

Der Sparkassenverband der DDR, so hieß er bis zur Umbenennung in OSGV am 20. September 1990, übernahm organisatorische Vorbereitungen für Bildungsveranstaltungen, zum Beispiel in Berlin-Rahnsdorf. Am Fürstenwalder Damm 880 befand sich dann auch bis 1996 der erste zentrale Standort der Akademie. Bereits ab August 1991 firmierte die dortige Außenstelle für Fortbildung als Ostdeutsche Sparkassenakademie in Gründung. Die OSA musste natürlich erst einmal personell aufgebaut werden. Ende 1991 gab es erst acht Beschäftigte. Eigene Dozenten und Referenten aus dem Verbandsgebiet wurden gewonnen, sodass die  westdeutsche Sparkassenorganisation ihre Unterstützung nach und nach zurückfahren konnte.

  • Bis 1914 befand sich die Stadtsparkasse im Rathaus. (Ansichtskarte Verlag Trinks & Co in Leipzig, versendet 1919: Bestand: Historisches Archiv des OSV)

  • Dieses Sparbuch (Vorder- und Rückseite) wurde ab 1930 genutzt. Auf die Bedeutung des Bienenkorbs als Sinnbild für das Vorsorgen durch Sparen wurde heute eingegangen. : © Historisches Archiv des OSV

  • Heimspardosen liehen die deutschen Sparkassen ihrer Kundschaft ab 1904, damit diese zu Hause fleißig sparen konnte. : © Historisches Archiv des OSV

Von der ersten kommunalen Sparkasse Sachsen-Anhalts

… wurde am heutigen Tag während einer Veranstaltung für Auszubildende der S Direkt-Marketing GmbH & Co. KG an der NOSA in Potsdam berichtet. Warum? Nun, meine Gäste sind im Geschäftsgebiet der Saalesparkasse, der Salzlandsparkasse und der Sparkasse Burgenlandkreis zu Hause. Und was liegt näher, als sie auch mit den Wurzeln der Sparkassen ihrer Heimat vertraut zu machen, zum Beispiel mit der Historie der Sparkasse Burgenlandkreis.

In deren Geschäftsgebiet ist am 1. Januar 1823 die erste kommunale Sparkasse im Gebiet des Bundeslandes Sachsen-Anhalt eröffnet worden. Gründerväter der Naumburger Stadtsparkasse waren der Bürgermeister Johann Franz Rasch und der Kämmerer Johann Samuel Thränhardt. Allerlei Objekte aus dem Bestand des Historischen Archivs des OSV hatte ich zum Betrachten und „Begreifen“ für zwei informative und kurzweilige Geschichtsstunden ausgewählt, unter anderem aus Naumburg an der Saale. Diese Archivalien möchte ich auch Ihnen kurz vorstellen.

  • Mit ihrer Begleiterin Juliane Wiese (links) waren Auszubildende der Sparkasse Ostprignitz-Ruppin am Mittwoch im OSV zu Gast. : © Historisches Archiv des OSV

  • Dass Sparkassenbücher vor ihrer Vereinheitlichung nicht nur unterschiedlich farbig waren, sondern auch verschiedene Bezeichnungen führten, erfuhren Auszubildende gestern. : © Historisches Archiv des OSV

  • Natürlich war auch der Tisch bei der Abendveranstaltung am Donnerstag wieder reich "gedeckt". : © Historisches Archiv des OSV

Immer ein buntes Programm für die Auszubildenden der Sparkassen

Auszubildende von vier Sparkassen konnte ich in dieser Woche bei zwei Veranstaltungen, in der Verbandsgeschäftsstelle in Berlin und am NOSA-Standort Potsdam, begrüßen. Sie wurden nicht nur mit ihrem Verband und der Sparkassengeschichte bekannt gemacht. Auf dem Plan stand neben der Historie der Sparkassen Ostprignitz-Ruppin und Prignitz sowie der Sparkassen Muldental und Oberlausitz-Niederschlesien natürlich auch die Entwicklung der Marke.

Den Gästen aus Brandenburg und aus dem Freistaat Sachsen wurde unter anderem vermittelt, wann der bekannte Claim „Wenn’s um Geld geht – Sparkasse“ entstand (1963) und seit wann unser Logo eigentlich sparkassenrot ist (1972). Mit großem Interesse wurde auch aufgenommen, was der Punkt über dem S eigentlich bedeutet. Wissen Sie es auch?

Dann erfolgte die Übung des Erlernten. Das bewährte Logo-Klebe-Spiel kam zum Einsatz und diverse Werbefilme. Diese konnten anhand der darin abgebildeten Logos und des Slogans zeitlich eingeordnet werden. Daneben halfen sicherlich auch Hinweise, wenn zum Beispiel eine typische 80er-Jahre-Frisur zu sehen war oder 90er-Jahre-Techno im Spot erklang.

Wenngleich dieser Teil meiner Bildungsarbeit schon standardisiert ist, so erfordert das Eingehen auf die einzelnen Sparkassen doch einige Vorarbeit. Zu feststehenden Themen und Epochen müssen jeweils passende Abbildungen gefunden werden. Objekte aus unserem Archiv werden nicht nur im Original gezeigt. Digitalisierung und Bildbearbeitung nehmen einen großen Teil der Vorbereitungszeit ein. So bekommen die Auszubildenden stets eine visuell ansprechende Präsentation geboten.

  • © Historisches Archiv des OSV

Historisches zum „Begreifen“ …

… bekommen heute Abend, natürlich in Schutzhüllen verpackt, Auszubildende von fünf Sparkassen nach dem Abendessen serviert. Der Nachwuchs der Sparkasse Barnim, der Sparkasse Uecker-Randow, der Sparkasse Neubrandenburg-Demmin, der Kreissparkasse Börde sowie der Sparkasse Mansfeld-Südharz ist am NOSA-Standort Potsdam zu Gast. Im Rahmen einer Abendveranstaltung wird er von mir mit der Sparkassengeschichte vertraut gemacht.

Die uralte Sparkassenidee und ihre Verwirklichung in Deutschland werden Thema sein. Auf über 200 Jahre deutsche Sparkassengeschichte wird zurückgeblickt. Dabei kommt die Historie der benannten Institute nicht zu kurz. Denn es gilt, das Interesse am und die Verbundenheit mit dem eigenen Unternehmen zu stärken. So wird zum Beispiel gezeigt, wie weit die Traditionslinien vor Ort zurückreichen. Was die Sparkassen schon alles erlebt haben, wird sicher überraschen.

Vielfältiges Bild- und, schon angesprochen, historisches Objektmaterial aus unserem Archivbestand kommt nachher zum Einsatz. Und weil auch die Entwicklung der Marke Sparkasse und die Reklame besprochen werden, bietet sich die Vorführung von Werbefilmen aus verschiedenen Zeiten an. Aber dies ist heute nur ein Mittel, um den Auszubildenden Geschichte unterhaltsam zu vermitteln. Ich freue mich auf meine Gäste.