Die zehn kleinsten Sparkassen

Der Ostdeutsche Sparkassenverband ist laut Satzung Interessenvertreter und Dienstleister der Sparkassen in vier Bundesländern. In Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen-Anhalt und Sachsen bestehen derzeit insgesamt 45 öffentlich-rechtliche Sparkassen. Die Zahl der Institute hat sich seit 1991 durch Fusionen reduziert. In der Aufstellung sehen Sie links die zehn bilanzmäßig kleinsten Sparkassen, die Ende 1990 existierten.

Die zehntkleinste Sparkasse im heutigen Verbandsgebiet war die Kreissparkasse Pritzwalk, die 1993 mit der Kreissparkasse Perleberg zur Sparkasse Prignitz fusionierte. Die kleinste Sparkasse hieß Kreissparkasse Röbel. Aus ihr und der Kreissparkasse Waren entstand 1992 die Müritz-Sparkasse. Die Mehrzahl der hier aufgeführten Kleinsparkassen befand sich übrigens in Mecklenburg-Vorpommern.

Die zehn kleinsten Sparkassen verschwanden in der ersten Hälfte der 1990er-Jahre von der Bildfläche. Heute sind die rechts aufgelisteten Sparkassen vor Ort zuständig. Darunter ist die OstseeSparkasse Rostock sogar das größte Institut in Mecklenburg-Vorpommern. Sie wurde 1994 durch den Zusammenschluss der Kreissparkasse Bad Doberan mit den Sparkassen Teterow, Rostock und Güstrow gegründet. In der letztgenannten war kurz zuvor die Kreissparkasse Bützow aufgegangen.

  • Mit ihrer Begleiterin Juliane Wiese (links) waren Auszubildende der Sparkasse Ostprignitz-Ruppin am Mittwoch im OSV zu Gast. : © Historisches Archiv des OSV

  • Dass Sparkassenbücher vor ihrer Vereinheitlichung nicht nur unterschiedlich farbig waren, sondern auch verschiedene Bezeichnungen führten, erfuhren Auszubildende gestern. : © Historisches Archiv des OSV

  • Natürlich war auch der Tisch bei der Abendveranstaltung am Donnerstag wieder reich "gedeckt". : © Historisches Archiv des OSV

Immer ein buntes Programm für die Auszubildenden der Sparkassen

Auszubildende von vier Sparkassen konnte ich in dieser Woche bei zwei Veranstaltungen, in der Verbandsgeschäftsstelle in Berlin und am NOSA-Standort Potsdam, begrüßen. Sie wurden nicht nur mit ihrem Verband und der Sparkassengeschichte bekannt gemacht. Auf dem Plan stand neben der Historie der Sparkassen Ostprignitz-Ruppin und Prignitz sowie der Sparkassen Muldental und Oberlausitz-Niederschlesien natürlich auch die Entwicklung der Marke.

Den Gästen aus Brandenburg und aus dem Freistaat Sachsen wurde unter anderem vermittelt, wann der bekannte Claim „Wenn’s um Geld geht – Sparkasse“ entstand (1963) und seit wann unser Logo eigentlich sparkassenrot ist (1972). Mit großem Interesse wurde auch aufgenommen, was der Punkt über dem S eigentlich bedeutet. Wissen Sie es auch?

Dann erfolgte die Übung des Erlernten. Das bewährte Logo-Klebe-Spiel kam zum Einsatz und diverse Werbefilme. Diese konnten anhand der darin abgebildeten Logos und des Slogans zeitlich eingeordnet werden. Daneben halfen sicherlich auch Hinweise, wenn zum Beispiel eine typische 80er-Jahre-Frisur zu sehen war oder 90er-Jahre-Techno im Spot erklang.

Wenngleich dieser Teil meiner Bildungsarbeit schon standardisiert ist, so erfordert das Eingehen auf die einzelnen Sparkassen doch einige Vorarbeit. Zu feststehenden Themen und Epochen müssen jeweils passende Abbildungen gefunden werden. Objekte aus unserem Archiv werden nicht nur im Original gezeigt. Digitalisierung und Bildbearbeitung nehmen einen großen Teil der Vorbereitungszeit ein. So bekommen die Auszubildenden stets eine visuell ansprechende Präsentation geboten.