• Leporello zur Geschichte der Sparkasse - online auf der Homepage der Sparkasse Mecklenburg-Strelitz abrufbar. : © Historisches Archiv des OSV

  • Eindrücke vom Festakt (v. l. n. r.): Bühne, Susanne Schön und Steffen Winkel (Vorstände der Sparkasse) im Gespräch mit Anja Juhr (Moderation), Andrea Binkowski und Kerstin Noack (Projektleitung 200 Jahre Sparkasse), Ludger Weskamp (GfP des OSV) : © Historisches Archiv des OSV

  • Hauptgeschäftsstelle der Sparkasse mit Banner sowie historischer Plakatwerbung in der Strelitzer Straße im Jubiläumsjahr : © Historisches Archiv des OSV

„Klein, aber fein!“ – Start der Sparkasse Mecklenburg-Strelitz in ein aufregendes Festjahr

Vor 200 Jahren hieß es warten. Warten darauf, wie Großherzog Georg von Mecklenburg-Strelitz zu einer Sparkasse wohl stehen, ja, ob er sie gar unterstützen würde. Bereits im Januar wurde ihm ein Plan mit einer Idee vorgelegt, die Ludger Weskamp, Präsident des Ostdeutschen Sparlassenverbandes, auf der heutigen Auftaktveranstaltung anlässlich des Jubiläums in Neustrelitz, als „revolutionär“ bezeichnete. Nie zuvor hatte es vor Ort ein Geldhaus gegeben, das sich für die wenigen Ersparnisse der „kleinen Leute“ interessiert, geschweige denn, diese sicher und verzinst angelegt hätte. So galt es nun zu bedenken, ob nicht nach dem Vorbild anderer, Strukturen geschaffen werden könnten, die es Menschen ermöglichten, ihre Geldangelegenheiten zukünftig selbst zu regeln und dabei ein gutes, durch Sicherheit geprägtes Gefühl zu haben.

Georg konnte 1826 auf Erfolgsmodelle in unmittelbarer Nachbarschaft schauen und es Berlin, Schwerin und Rostock gleichtun. Im Sommer des darauffolgenden Jahres war es dann so weit: Die Ersparnis-Anstalt öffnete für ihre Kundschaft. Über nunmehr zwei Jahrhunderte entwickelte sie sich mit der Zeit zu einem kompetenten Berater und Partner in Sachen Anlagestrategie, Vermögensaufbau und Finanzierung.

Das heutige Fest erinnerte an die Anfänge und schärfte gleichzeitig den Blick für aktuelle Herausforderungen und Zukunftsthemen. Politik, Kundschaft und Mitarbeitende feierten gemeinsam ein Unternehmen, das zu den wenigen gehört, die in der Region auch schwierigen Zeiten trotzte. Thomas Müller würdigte als Landrat des zuständigen Landkreises Mecklenburgische Seenplatte, dass das persönliche Gespräch in der Sparkasse noch aktiv gelebt wird, Kunden als Menschen wahrgenommen werden und sich die Nähe als Motor für die Entwicklung der Städte und Gemeinden erweist. Er betonte, wie wichtig die Rolle des Förderers ist, die weit über die eines Finanzdienstleisters hinausgeht. So gesehen, ist die Sparkasse der „Wunsch“-Nachbar, dem man vertraut, der Verantwortung übernimmt und zugleich nachhaltig agiert.

„Sparkasse“ bedeutet auch gelebte Wirtschafts- und Regionalgeschichte, verbunden mit Verlässlichkeit. Sie steht für Teilhabe und leistet damit einen wichtigen Beitrag für die Demokratie, ergänzte der Minister für Finanzen und Digitalisierung des Landes Mecklenburg-Vorpommern, Dr. Heiko Geue, als zweiter Redner. Mecklenburg-Strelitz sei zwar die kleinste Sparkasse des Landes, jedoch ohne systemische Risiken und damit solide aufgestellt. Auch Ludger Weskamp bestätigte als dritter Gastredner, dass die Sparkasse zwar klein, jedoch unter den kleinen zu den größten gehöre und überall vorn dabei ist, insbesondere dann, wenn es um Innovationen geht und die Vorreiterrolle übernommen werden muss. So gehörte sie zum Beispiel zu den ersten, die das Online-Banking einführten.

Torsten Haasch, Hauptgeschäftsführer der IHK zu Neubrandenburg, sprach zu guter Letzt noch einen weiteren wichtigen Punkt an: Er verwies in seinem Beitrag auf die Bedeutung handelnder Personen, die die Richtung bestimmten, um Zusammenarbeit erfolgreich zu gestalten. Den Akteuren der Sparkasse sei dies ausgesprochen gut gelungen, denn gerade sie unterstützt dabei, die Region auch in schwierigen Zeiten weiterzuentwickeln.

Im anschließenden Gespräch kam auch das neue Vorstandsduo zu Wort, das seit gut einem Jahr die Geschicke der Sparkasse lenkt. Die Vorstandsvorsitzende Susanne Schön betonte, wie ernst „klein, aber fein“ genommen wird und das es letztendlich darum geht, nah am Kunden zu sein. Standardisierung, Networking und eine familiäre Atmosphäre seien Kriterien, welche die Sparkasse ausmachten. Sie unterstrich, dass die Beschäftigten das wichtigste Pfund seien, um weiter erfolgreich im Markt zu bestehen. Vorstandsmitglied Steffen Winkel ergänzte, Vertriebssparkasse mit Tradition zu sein, den Kunden stets in den Mittelpunkt zu stellen und ihn in jeder Lebensphase passgenau zu begleiten, was zum Beispiel auch das Finden einer Nachfolgelösung für Unternehmen einschließe, gehört ebenfalls zum Erfolgsrezept des Hauses.

Was auf einer Jubiläumsfeier auf gar keinen Fall fehlen darf, sind anstehende Zukunftsthemen. Daher gab Susanne Schön noch einen kurzen Ausblick auf drei wichtige neue Projekte: Zum einen soll Kundenähe noch spürbarer werden, unter anderem durch bessere Erreichbarkeit und mehr Digitalisierung. Als zweites Thema rückt die Unternehmenskultur in den Fokus. Der vor kurzem finalisierte Wertekanon soll nun mit Leben gefüllt werden. Ein letztes Großprojekt betrifft die Geschäftsräume. Sie sollen bald moderner und erlebbarer für alle gestaltet werden, sodass das Arbeiten, wo andere Urlaub machen, noch mehr Freude bringen wird. Mit dieser Gewissheit und vielen anregenden Impulsen aus den Redebeiträgen starteten Gäste und Beschäftigte in den gemütlichen Teil des feierlichen Jubiläumsauftaktes 2026.

Auch in Zukunft, so waren sich alle Redner und Gratulanten einig, bleibt die Sparkasse die starke Bank an der Seite der Menschen in der Region. Oder anders als Wunsch von einem Auszubildenden im aktuellen Imagefilm formuliert, der heute seine Premiere hatte: Sie soll das Herz der Region bleiben!

Kommentare

  1.  

    Matthias Forche  13:01

    Mein Glückwunsch zum Geburtstag und zu dieser gelungenen Jubiläumsveranstaltung

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