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Sparsame Ostern

Der Osterhase guckt aber komisch auf die Zuckertüte. Was haben die beiden denn miteinander zu tun? Nun, als diese Sparkarte hergestellt wurde, fand die Einschulung noch zu Ostern statt. Erst später wurde der Termin verlegt. Für die ABC-Schützen hatte die Dresdner Sparkasse vor etwa 90 Jahren diesen Werbeartikel parat. Schon seit 1926 betrieb sie übrigens Schulsparkassen, um die Jugend zur Sparsamkeit zu erziehen.

Die Felder mit den kindgerechten Motiven galt es mit Sparmarken zu bekleben. Die gab es beim Lehrer für 10 oder 50 Pfennige das Stück. Und waren alle Felder voll, konnte die Gutschrift auf dem Sparbuch bei der Sparkasse erfolgen. Sie hatte damals 18 Anlaufstellen in Dresden. Für das Sparen in der Schule stellte sie aber nicht nur Sparmarken und -karten zur Verfügung. Besondere Sparautomaten wurden ebenfalls eingesetzt.

  • Albert war von 1873 bis 1902 König von Sachsen. : © Historisches Archiv des OSV

Der König in Silber

Heute präsentieren wir Ihnen eine 150 Jahre alte Münze aus unserer Sammlung, die auch immer wieder eine Wanderausstellung zur Geldgeschichte ergänzt, wenn diese in Sachsen Station macht. Zum Beispiel anlässlich eines Sparkassenjubiläums. 25 Gramm Silber stecken in diesem Geldstück, das in Dresden geprägt wurde. Landesherr war zu der Zeit Albert.

Seit Anfang 1875 galt im Königreich Sachsen die Rechnung mit der Reichswährung Mark. Gemäß einem Münzgesetz vom 9. Juli 1873 wurden damals nicht nur Goldmünzen zu 20, 10 und 5 Mark, sondern auch Geldstücke aus Silber, etwa zu 5 und 2 Mark, geprägt.

Alle genannten Zahlungsmittel trugen auf einer Seite den Reichsadler und auf der anderen den Kopf des jeweiligen Landesherrn beziehungsweise das Wappen der freien Städte Bremen, Hamburg und Lübeck. Im Königreich Sachsen wurde mit dem Buchstaben E geprägt. Etwa sieben Prozent der einschlägigen Münzsorten im Reich erschienen als sächsische Prägungen mit dem Kopfbild des jeweiligen Königs.

  • Wer kann das Rästel lösen? : © Historisches Archiv des OSV

Werbung vor 100 Jahren

Nach der verheerenden Inflation in der Weimarer Republik engagierten sich die Sparkassen vielfältig, um das Einlagengeschäft wieder aufzubauen. Vertrauensbildende Maßnahmen waren angesagt. Die Menschen sollten zum Sparen mit der neuen und stabilen Währung Reichsmark bewegt werden. Es fanden unterschiedliche Aktionen statt. So wurden etwa verstärkt Heimspardosen ausgeliehen. Auch Druckschriften wurden herausgegeben. Der Deutsche Haus- und Sparkalender ist eine davon. Dieses volkstümliche Heftchen vereint Wissenswertes, Unterhaltendes und natürlich Sparerziehung beziehungsweise Reklame. In unserem Archivbestand befinden sich Exemplare ab 1925. Einige zieren die Namen von historischen Sparkassen aus unserem Verbandsgebiet. Diese zentral produzierten Werbemittel konnten nämlich individualisiert werden.

  • Harz, Erzgebirge oder wo sonst sind diese beiden Sparer unterwegs? DEWAG-Plakat, 1966 : © Historisches Archiv des OSV

Winterfreuden

Nun hat uns ins Ostdeutschland in letzter Zeit auch einmal ein richtiger Winter besucht. Und „Elli“ zeigt immer noch seine Wirkung. Bekanntlich ist Witterung immer des einen Freud und des anderen Leid. Oder beides zugleich. So freut sich zum Beispiel der Verfasser dieses Beitrags über die endlich wieder richtig winterliche Natur in Berlin und ärgert sich über die Verspätungen der Bahn.

Anders als heute war Schnee vor 60 Jahren wohl eher der Regelfall. Damals entstand dieses Werbeplakat der Sparkassen der DDR. Es regte die Menschen an, für ihren Winterurlaub zu sparen. Der Urlaub war und ist ein klassisches Sparziel. Aber nicht etwa mit dem guten alten Sparbuch, sondern auf dem modernen Spargirokonto sollten Gelder gesammelt werden. Dieses gab es zuerst 1964 in Ostberlin und in den Folgejahren auch bei anderen Sparkassen der Republik.

Bargeldlos konnten zum Beispiel Gehälter durch Zahlung über das Spargirokonto automatisch bei den Sparkassen landen. Es bot dieselben Zinsen wie das Sparbuch, so dass Umbuchungen unnötig schienen. Unter anderem per Scheck oder Überweisung war das Guthaben verfügbar. Auch Daueraufträge zur Abbuchung gab es. Für die Auszüge hatte man ein Heftchen. Es handelte sich also um ein fortschrittliches Konto mit Vorzügen, das den Sparverkehr rationalisieren half.

  • Plakat der Sparkassen der DDR, 1953 : © Historisches Archiv des OSV

Lang lebe der Gutschein!

Wie halten Sie es in diesem Jahr, so kurz vor dem Fest? Darf es da auch ein Gutschein sein mit dem Sie Ihre Liebsten beglücken?

Laut einer aktuellen Statista-Umfrage sind Gutscheine oder Geldgeschenke die beliebteste Gabe unter dem diesjährigen Weihnachtsbaum. Fast jede oder jeder Zweite wählt diese Geschenk-Option. Das ist auch nicht verwunderlich, denn sie sind praktisch, handlich und die Gefahr in ein Fettnäpfchen zu treten, ist sehr gering.

Wohl auch deshalb gibt es Geschenk-Gutscheine seit mehr als 100 Jahren. Selbst die Sparkassen bedienten sich ihrer und boten zu zahlreichen Anlässen, wie Geburt, Schulanfang oder eben auch Weihnachten, die Gutscheine ihrer Kundschaft an. In der DDR-Zeit konnten die Beschenkten sich das Geld auch bar auszahlen lassen. Die favorisierte Variante war jedoch die Gutschrift auf ein neues oder bestehendes Sparbuch.

PS: Heute ist der Sparkassen-Geschenkgutschein nur zwei, drei Klicks entfernt. Online kaufen, online einlösen. Unser Tipp zur letzten Minute.

Wir wünschen unseren Leserinnen und Lesern ein wunderbares Fest & und uns allen ein friedlicheres neues Jahr!

Britta Weschke, Thomas Einert und Claudia Wöhnl

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Das S in der Wabe

Richtig eingestellt ist er, der Dauerkalender. Dieser Werbeartikel der Stadtsparkasse Naumburg stammt aus dem Jahr 1949. Ihn ziert das alte Sparkassenlogo, das es bereits im NS-Staat gab. Es zeigt im Prinzip eine Spardose mit Einwurftrichter, in den eine Münze fällt. Jedem regionalen Sparkassenverband in der jungen DDR stand es frei, das Zeichen verwenden zu lassen oder nicht. In Sachsen-Anhalt wurde es eingesetzt. Im Archivbestand finden sich auch einige Werbefaltblätter mit dem Logo, die 1950 beziehungsweise 1951 entstanden. Im Folgejahr wurden die Länder und die Verbände abgeschafft. Ein neues, einheitliches Logo kam 1957 im Osten zum Einsatz. Die Wabenform und Geld spielten auch bei ihm eine Rolle. Der Entwurf dafür kam vom Grafiker Siegfried Riediger.