Top Five vor 180 Jahren in Sachsen
Für das Jahr 1845 liegen uns erste Geschäftsdaten aller staatlich kontrollierten Sparkassen im Königreich Sachsen vor. Diese veröffentlichte das Statistische Bureau beim Innenministerium, Vorläufer des Statistischen Landesamtes. Interessanterweise existierten zu dieser Zeit nicht nur kommunale Institute. So waren etwa in Grimma und Leisnig Vereine aktiv. In diesen Kleinstädten gab es einlagenstarke Sparkassen. Bemerkenswert ist auch, dass Leipzig vor der Landeshauptstadt stand, obwohl dort viel mehr Sparbücher gezählt wurden.
Dies lag daran, dass Sparkassen unterschiedliche beziehungsweise gar keine Obergrenzen für Guthaben ansetzten. Beispielsweise bestanden in Dresden nur 9, in Leipzig hingegen 802 Konten über 200 Taler. In Leisnig waren es immerhin 312. Eine weitere Ursache ist bei der Kundschaft zu suchen. Nicht ausschließlich für sogenannte minder Bemittelte, also nicht vermögende Menschen, wurden Sparkassen gegründet. Sie machten nur einen Teil des Kundenstamms aus, der eher in Industriegegenden zu finden war. Natürlich spielte auch das Alter eine Rolle. So stand die junge Chemnitzer Stadtsparkasse vor 180 Jahren erst auf Platz 5.