• Nur 20 Reichsmark bekamen Kundinnen und Kunden ab dem 20. Juli 1931 vom Sparbuch ausgezahlt. : © Historisches Archiv des OSV

Krisenzeit vor 90 Jahren

Am 13. Juli 1931 geschah Ungeheuerliches im deutschen Bankenwesen. Die zweitgrößte Bank, die Darmstädter und Nationalbank (Danat-Bank), musste überraschend schließen. Massive Kapitalabzüge ausländischer Geldgeber und der Ausfall eines industriellen Großkunden hatten sie zahlungsunfähig gemacht. Die Reichsbank als „Lender of Last Resort“ konnte nicht mit Liquiditätsmitteln helfen. Sie sorgte sich um die Währungsstabilität, weil ihre Deckungsreserven zurückgingen. Internationale Anleger verloren damals zunehmend das Vertrauen in den Standort Deutschland. Verkündete Reichskanzler Brüning doch – um keine Reparationen mehr zahlen zu müssen – das Land stehe kurz vor dem Bankrott. Da deutsche Banken ihre ausländischen Gläubiger auszahlen mussten, schwanden die Gold- und Devisenreserven der Reichsbank. Damit sank die Notendeckung. Man befürchtete einen Eingriff in die Geldverfassung, etwa eine Abwertung der Währung. Das Misstrauen wuchs. Die „Flucht aus der Reichsmark“ betraf auch inländische Anleger. Nicht vertrauensbildend war, dass die deutsche Zentralbank sich nur noch mit einem Notkredit ausländischer Zentralbanken „über Wasser hielt“.

So gab es für die Danat-Bank bloß eine staatliche Ausfallbürgschaft und eine Garantie für die Einlagen. Das beruhigte ihre Kunden aber nicht. Und es beruhigte erst recht nicht die Kundschaft der deutschen Sparkassen. Die Sparkassen waren im Mengengeschäft tätig und wurden zwangsläufig von der Vertrauenskrise getroffen. Die Kundinnen und Kunden waren durch die Inflationserfahrung 1923 sensibilisiert. Das ab 1924 neu angesparte Geld war oft das einzige Vermögen. Der Schaltersturm traf also ebenfalls Geldinstitute, die nicht ans Ausland verschuldet oder insolvent waren. Es gab aber auch hausgemachte Probleme. So sorgten in Sachsen die Haushaltsschwierigkeiten der Träger für Beunruhigung. Es hatte sogar einen Konkurs gegeben. Dabei besaß das Sparkassenvermögen keinen Vollstreckungsschutz. Die kommunalen Geldinstitute waren Einrichtungen der Gemeinden und verfügten über keine rechtliche Selbstständigkeit. Vorgeworfen wurde klammen Kommunen, dass sie ihre Sparkassen als Finanzierungsinstrumente nutzten, obwohl sie ihre Kredite nicht zurückzahlen konnten. Solche Schlagzeilen zerstörten Vertrauen.

Am 13. Juli 1931 kamen also mehrere Krisen zusammen. Dies wird oft nicht erwähnt, wenn es um die Bankenkrise geht. Verheerende Wirkungen gab es wegen der gleichzeitigen Haushaltskrise des Reichs und der Kommunen sowie der Währungskrise. Die Menschen drängten an die Sparkassenschalter. In dieser Situation empfahl der Präsident des Sächsischen Sparkassenverbandes, Dr. Johann Christian Eberle, den Verbandsmitgliedern, die Kundschaft durch das Entsprechen ihrer Auszahlungswünsche zu beruhigen. Das war die einzige Möglichkeit. Worte halfen nicht. Bei einem sehr großen Andrang konnten die Barmittel aber nicht lange ausreichen. Kommunalkredite waren wegen der schwierigen Finanzlage der Gemeinden oft „festgefroren“. Hypothekenkredite waren langfristige Anlagen. Wertpapiere konnten nur unter großen Verlusten „flüssig gemacht“ werden. Schon am Folgetag benötigte man die Hilfe der Reichsbank. Diese wollte aber auch wegen der Notlage der Sparkassen nicht die Währungskrise verschärfen und eine Inflation heraufbeschwören.

Infolge des allgemeinen Bankruns soll im Deutschen Reich vor 90 Jahren ein Fünftel der umlaufenden Geldmenge gehortet worden sein. Das Bare landete zum Beispiel unter Matratzen. Die Regierung Brüning dachte zunächst daran, der Zahlungskrise mit Notgeld zu begegnen. Dieses Mittel der Inflationszeit wurde zum Glück nicht gewählt. Stattdessen erfolgte die Verordnung von zwei allgemeinen Bankfeiertagen am 14. und 15. Juli. Dies verschaffte den Geldinstituten eine Atempause, um Zahlungsmittel zu mobilisieren. Aber es gab auch negative Auswirkungen. So bezeichneten etwa die sächsischen Großsparkassen die Schließung als eigentliche Ursache für einen Run auf die Einlagen. Die Stadtsparkasse Leipzig als einlagenstärkstes sächsisches Institut schrieb in ihrem Geschäftsbericht:

„Die weitere Aufwärtsbewegung im Sparverkehr im ersten Halbjahr 1931 wurde durch die Zahlungskrise im Juli 1931 jäh unterbrochen. Die Bankfeiertage und die sich daran anschließenden weiteren Einschränkungen im Zahlungsverkehr erzeugten bei der Sparkundschaft eine noch nie dagewesene Vertrauenskrise, die sich in der Hauptsache in unüberlegten und überstürzten Angstkündigungen und -abhebungen äußerte. Alle Beruhigungsversuche scheiterten an der nicht wegzuleugnenden Tatsache, daß die große Zahl der Sparer wochenlang gehindert war, in der gewohnten Weise über ihre Sparguthaben zu verfügen.“

Mancher befürchtete in diesen Tagen eine staatliche Beschlagnahmung seines Eigentums, ein anderer eine neue Inflation. Am 15. Juli sank die Notendeckung unter die 1924 festgelegte Mindestgrenze, da die Bankfeiertage weitere ausländische Kreditkündigungen provoziert hatten. Überliefert ist für Sachsen, dass aus Furcht nicht nur Devisen und Edelmetalle gehamstert wurden. Es wurde auch Geld in Waren „angelegt“. Davon profitierte zum Beispiel die sächsische Möbelindustrie. Angesichts der Währungskrise ging die Regierung verstärkt gegen Kapitalflucht vor und die Reichsbank kontrollierte fortan den Gold- und Devisenverkehr. Erst als die Abflüsse ins Ausland eingedämmt wurden, erweiterte die Zentralbank ihr Angebot und gab den Sparkassen im Freistaat einen ersten Kredit. Auch weil Banken gerettet werden mussten, stellte sie nur begrenzt Liquiditätsmittel zur Verfügung. Zunächst durften zur Monatsmitte Empfänger beziehungsweise Sender von Lohn-, Gehalts- und Unterhaltsleistungen ans Sparkassenkonto. Erst ab dem 20. Juli 1931 bekamen Sparende etwas ausgezahlt. Bis zum 8. August durften Sparerinnen und Sparer nur alle Tage Beträge erhalten, zunächst 20, dann 30 und schließlich 50 Reichsmark (RM).

Dass der stärkste Ansturm danach erfolgte, berichtete nicht nur die Leipziger Stadtsparkasse. Wegen der staatlichen Vorgaben duften Kündigungsfristen von Guthaben erst ab dem 8. August 1931 laufen. Der Abfluss von Einlagen wurde so aufgeschoben. Es gab zwar im Juli besonders viele Auszahlungsvorgänge bei den sächsischen Sparkassen. In Leipzig waren es fast 64.000. Die umfangreichsten Auszahlungen erfolgten jedoch verzögert erst im September. Bei der Stadtsparkasse wurden knapp 14 Mio. RM konstatiert. Durch ihre Girozentrale in Dresden bekamen die Sparkassen Reichsbankdarlehn vermittelt, welche sie zur Finanzierung der Abflüsse benötigten. Erschwerend kam übrigens dazu, dass die Kundschaft nach den Erfahrungen mit den Zahlungsbeschränkungen im Sommer ihr Bares lieber zu Hause behielt und nicht zur Sparkasse brachte.

Wie konnte man Vertrauen aufbauen und die Menschen wieder zum Sparen bewegen? Hinsichtlich der Sparkassen verordnete Reichspräsident Hindenburg am 6. Oktober 1931 eine Umgestaltung zu Anstalten mit eigener Rechtspersönlichkeit. Auch das Vermögen wurde von dem der Träger klar getrennt. Die Selbstständigkeit, welche im Freistaat Sachsen am 13. Mai 1932 angeordnet wurde, stellte angesichts der Krisenerfahrung eine Notwendigkeit zur Erhaltung und Wiedergewinnung von Kundenvertrauen dar. Die Finanzlage der Gemeinden konnte sich nicht auf die Sparkassen auswirken. Das Reich untersagte weitere Kommunalkredite, weil darin eine Ursache für Illiquidität gesehen wurde. Sachsen beschloss am 21. September 1931 ein umfassendes kommunales Konsolidierungsprogramm. Nicht nur die Sparkassen warben im Herbst 1931 intensiv für die Sicherheit der Reichsmark-Währung. Trotz sinkender Deckung vollzog die Reichsbank nämlich keine Abwertung. Der Staat praktizierte eine Deflationspolitik. Reichskanzler Brüning und Reichsbankpräsident Luther wollten eine Inflation unbedingt vermeiden. Dies mochte die Sparerinnen und Sparer beruhigen, verschärfte jedoch ebenso wie die Bankenkrise die fortschreitende Wirtschaftskrise. Wegen der ungünstigen Wirtschaftslage und der instabilen politischen Verhältnisse am Ende der Weimarer Republik konnte der Rückschlag im Spargeschäft nicht schnell ausgeglichen werden.

  • Das regionale Betreuungskonzept sah Zuordnungen von Regionalverbänden zu Bezirken der DDR vor (s. a. Grafik im Teil 14 unserer Serie). Das Beispiel Hannover - Leipzig zeigt: Abweichungen, etwa durch vorhandene Städtepartnerschaften, waren möglich. : © Hans-Günther Niepage, Archiv Hillbrecht | Historisches Archiv des OSV

  • Bis Ende April 1990 hatten alle 196 DDR-Sparkassen eine oder mehrere westdeutsche Partnersparkassen. Der DSGV startete dazu eine Umfrage und veröffentlichte sein Ergebnis als detaillierte, nach Bezirken geordnete Übersicht in den Fachmitteilungen vom 15./16. Juni 1990. : © Historisches Archiv des OSV

Die Partnerschaften zwischen Ost und West werden angeschoben

Blogserie, Teil 12

Drei Tage nach Beschluss der Verbandsvorsteherkonferenz schreibt die Abteilung Sparkassen der Staatsbank der DDR die Leiter der Sparkassenbezirksstellen zur geplanten flächendeckenden Realisierung des regionalen Betreuungskonzeptes an:

Im Interesse der Herausbildung partnerschaftlicher Beziehungen zwischen den Sparkassen der DDR und der BRD wurden mit dem Sparkassen- und Giroverband der BRD erste Absprachen getroffen.

Es wurde vereinbart, daß in der nächsten Zeit Vertreter der Regionalverbände der Sparkassen der BRD direkt mit den Sparkassen der DDR Verbindung aufnehmen werden.

Ziel der Partnerschaften besteht u. a. darin

  • die Organisation und Durchführung von Schulungsmaßnahmen zu unterstützen sowie
  • materielle Hilfe zu gewähren.

Die konkreten Vereinbarungen zwischen den Sparkassen des jeweiligen Bezirkes und den Regionalverbänden der Sparkassen der BRD sind eigenverantwortlich durch die Leiter der Abteilungen Sparkassen der Bezirksdirektionen zu treffen. Diese Maßnahmen wurden durch den Präsidenten der Staatsbank der DDR bestätigt.

Wir bitten Sie, die Direktoren der Sparkassen entsprechend zu informieren.*

Die republikweite Umsetzung nahm in den Wochen danach an Fahrt auf. In ihren regelmäßigen Arbeitsberatungen beschäftigen sich die Sparkassendirektoren mit dem Stand der Entwicklung. So heißt es am 5. April 1990 zum Beispiel aus Leipzig:

Alle im Bezirk Leipzig ansässigen Sparkassen werden entsprechend zentraler Abstimmung partnerschaftliche Beziehungen zu Sparkassen des BRD-Bundeslandes Baden-Württemberg aufnehmen […] In Kürze ist damit zu rechnen, daß die genannten BRD-Partnersparkassen erste Kontakte zu den Kreissparkassen in unserem Bezirk herstellen.**

Im Protokoll heißt es weiter, dass die Stadt- und Kreissparkasse Leipzig eigene Wege geht. Denn die Städtepartnerschaft zwischen Hannover und Leipzig hätte inzwischen auch zu einer engen Beziehung beider Sparkassen geführt.

Fortsetzung am 20.02.2020

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*Schreiben der Abteilung Sparkassen der Staatsbank der DDR, Berlin, 16.02.1990. In: Geiger, Walter ; Günther, Hans Georg: Neugestaltung des ostdeutschen Sparkassenwesens 1990 bis 1995, Stuttgart 1998, S. 160.

**Protokoll der Arbeitsberatung der Direktoren der Sparkassen des Bezirkes Leipzig, 05.04.1990. In: Geiger, Walter ; Günther, Hans Georg: Neugestaltung des ostdeutschen Sparkassenwesens 1990 bis 1995, Stuttgart 1998, S. 161.

  • Die Daten für die Grafik sind dem Geschäftsbericht der Stadt- und Kreissparkasse Leipzig für 1989, Seite 6 entnommen. : © Historisches Archiv des OSV

Personalnot bei der Sparkasse Leipzig

Am 10. Januar 1990 fertigte die Stadt- und Kreissparkasse Leipzig, nach der Sparkasse der Stadt Berlin das größte Institut in der DDR, ihren Jahresabschluss für 1989 aus. Durch die Unterlagen der Staatsbank der DDR ist nicht nur er, sondern sind auch die Abschlüsse der anderen ostdeutschen Sparkassen in unserem Archiv überliefert. Allein aus Leipzig haben wir jedoch zugleich den zugehörigen Geschäftsbericht im Bestand. In ihm sind die Probleme, welche die Großsparkasse im System der zentralistischen Planwirtschaft hatte, klar benannt.

Wegen der Mangelwirtschaft konnte die Sparkasse zum Beispiel nicht ausreichend Drehstühle für ihre Beschäftigten beschaffen. Und weil die neuen Geldautomaten aus DDR-Produktion öfters ausfielen, war die Kundschaft sauer. Beschwert wurde sich auch über lange Wartezeiten am Schalter. Dabei war der Sparkasse doch gar nicht genügend Personal zugestanden worden. Die Personalsituation hatte sich 1989 sogar weiter verschlechtert. Es gab 128 Ab- und 71 Zugänge. Die Unterbesetzung war aber kein neues Phänomen, wie der Geschäftsbericht darlegt. Für eine hohe Fluktuation sorgten etwa die schlechten Arbeitsbedingungen und die unterdurchschnittliche Entlohnung.

  • © Historisches Archiv des OSV

Mit Brief und Siegel

Die Geldanlage in Hypothekenkrediten spielte für die Sparkassen im Königreich Sachsen eine bedeutende Rolle. Sie betrugen zum Beispiel 1895 fast 600 Millionen Mark. Das waren drei Viertel der Kapitalanlagen. Aufgrund ihrer Verbreitung waren die kommunalen Sparkassen Kreditsuchenden damals übrigens besser zugänglich als die meist nur in den Groß- und Mittelstädten ansässigen anderen Grundkreditanstalten. Und es gab Darlehn auch in verhältnismäßig kleineren Beträgen. 2.000 Mark erhielten etwa zwei Damen im besagten Jahr von der Sparkasse in Leipzig-Reudnitz. Sie war für die Parochie Schönefeld zuständig. Dort lag auch Neuschönefeld und daselbst das verpfändete Grundstück.

Darüber wurde ein Hypothekenbrief ausgestellt, in den unter anderem Schulden und Zinssatz geschrieben wurden. Außerdem vermerkte das zuständige Leipziger Amtsgericht 200 Mark als Höchstbetrag für eventuell entstehende Kosten und für Stempelabgaben. Es bestätigte damit die ordnungsgemäßen Eintragungen im örtlichen Grund- und Hypothekenbuch. Die dort hinterlegte Schuld- und Pfandverschreibung der Kreditnehmerinnen lag dem Brief als Abschrift bei. In ihr finden sich detailliertere Inhalte des Vertragsverhältnisses mit der Sparkasse, die den Geldbetrag „baar dargeliehen“ hatte. Geregelt waren zum Beispiel die Folgen eines Zahlungsrückstandes zum festgelegten Zinstermin.

  • Bienenkorb Eilenburg Sparkasse Sparbuch

    © Historisches Archiv des OSV

Der Eilenburger Bienenkorb

Dass der Bienenkorb von Sparkassen früher als Werbemotiv eingesetzt wurde, ist schon mehrfach in unserem Blog veranschaulicht worden. Er begegnete uns zum Beispiel auf Spardosen. Auch auf Sparkassenbüchern finden wir ihn wieder. Äußerst selten ist jedoch die altertümliche Darstellung, die dieser Aufkleber auf einem 100 Jahre alten Sparbuch zeigt. Sogar für die Mitte des 19. Jahrhunderts ist diese Gestaltung für die Eilenburger Stadtsparkasse belegt. Vermutlich kam der überdachte Bienenstock bereits im Gründungsjahr 1843 zum Einsatz. Das Sinnbild sollte die Kundinnen und Kunden bekanntlich an das Vorsorgen erinnern. Für den Winter benötigt das Bienenvolk Vorräte. Fleißig wie die Bienen sollte auch die Sparkassenkundschaft sammeln, nicht etwa Pollen und Nektar, sondern Geld. Dabei hatte man natürlich nicht nur Notzeiten, sondern stets auch Lebensziele im Blick.

  • In diesem Rechnungsbuch verzeichnete ein Fleischermeister in Lindenthal (Leipzig) ab 1930 Überweisungen. Der Ort nahm bereits vor 110 Jahren am kommunalen Giroverkehr teil. : © Historisches Archiv des OSV

Die ersten sächsischen Girokassen

Im Königreich Sachsen wurde bekanntlich zuerst der bargeldlose Zahlungsverkehr durch das Engagement von Dr. Johann Christian Eberle eingeführt. Am 5. Oktober 1908 fanden sich Vertreter sächsischer Stadt- und Landgemeinden in Dresden zusammen und gründeten den Giroververband Sächsischer Gemeinden. Sie wollten Girostellen einrichten, um den Überweisungsverkehr durchführen zu können. Diese Girokassen wirkten neben den Sparkassen. Die Geschäftsführung war getrennt, auch wenn dasselbe Personal im gleichen Gebäude zuständig war. Am 2. Januar 1909 wurde der Giroverkehr in Sachsen mit einer Verrechnungsstelle (Girozentrale) in der Landeshauptstadt aufgenommen. Im Historischen Archiv des OSV ist eine Liste vom 20. Februar 1909 überliefert, die alle am Überweisungsverkehr teilnehmenden Mitgliedsgemeinden beinhaltet. Sie sehen sie hier in alphabetischer Reihenfolge.

Adorf im Vogtland – Annaberg – Aue – Auerbach im Vogtland

Bautzen – Berggießhübel – Bernstadt – Bischofswerda – Böhlitz-Ehrenberg Borna – Brand bei Freiberg – Briesnitz – Brunndöbra – Buchholz – Burgstädt

Callnberg – Colditz – Copitz – Crottendorf im Erzgebirge

Dippoldiswalde – Dittersdorf im Erzgebirge – Döbeln – Döhlitz – Dohna

St. Egidien – Ehrenfriedersdorf – Eibenstock – Einsiedel – Elsterberg Elterlein – Engelsdorf-Sommerfeld

Falkenstein – Flöha – Frankenberg – Freiberg – Frohburg

Geithain – Geringswalde – Gersdorf im Bezirk Chemnitz – Geyer – Glauchau Göppersdorf bei Burgstädt – Gottleuba – Groitzsch – Großenhain Großröhrsdorf bei Pulsnitz – Großzschocher-Windorf – Grüna bei Chemnitz

Hainichen – Hartha – Hartmannsdorf im Bezirk Leipzig – Hohenstein-Ernstthal

Kamenz – Kirchberg – Klingenthal – Kohren – Königstein – Kötzschenbroda Kreischa

Lausigk – Lauter – Leisnig – Lengefeld – Leuben bei Dresden – Leubnitz bei Werdau – Leutzsch – Lichtenstein – Liebertwolkwitz – Liebstadt – Limbach Lindenthal – Löbau – Lößnitz – Lohmen – Loschwitz – Lugau – Lunzenau

Marienberg – Markneukirchen – Markranstädt – Meerane – Meißen Mittweida – Mockau – Möckern – Mügeln bei Pirna – Mylau

Naundorf bei Kötzschenbroda – Netzschkau – Neusalza – Neustadt Neustädtel – Niederplanitz – Niederschlema – Nossen

Oberfrohna – Oberlungwitz – Oberplanitz – Oberschlema – Oederan Oelsnitz im Vogtland – Oetzsch bei Leipzig – Olbernhau – Oschatz

Pausa – Pegau – Penig – Pirna – Pulsnitz

Radebeul – Radeburg – Reichenbach im Vogtland – Riesa – Rochlitz Rodewisch

Sayda – Scheibenberg – Schlettau – Schneeberg – Schönefeld – Schönheide Schwarzenberg – Sebnitz – Siebenlehn – Siegmar – Stollberg – Stolpen Strehla

Taucha – Thum – Tolkewitz – Treuen

Wahren – Waldenburg – Waldkirchen bei Zschopau – Weinböhla Weißenberg – Werdau – Wilkau – Wittgensdorf bei Chemnitz – Wolkenstein Wurzen

Zittau – Zöblitz