• Stadthaus Auszahlung 1990

    Schlange stehen! In vielen Städten, wie hier in Wismar, mussten wegen des Massenandrangs extra Stellen zur Auszahlung von DM eingerichtet werden. : © Sparkasse Mecklenburg-Nordwest

  • Auszahlungsquittung Magdeburg 1990

    100 Deutsche Mark hat sich am 1. Juli 1990 eine Kundin/ ein Kunde bei der Stadtsparkasse Magdeburg auszahlen lassen. Die persönlichen Daten auf der Auszahlungsquittung wurden retuschiert. : © Stadtsparkasse Magdeburg

  • Tabelle Umstellung Leipzig Dresden

    Umstellung der Einlagen 1990 bei der damals (Stadt- und Kreissparkasse Leipzig) und bei der heute (Ostsächsische Sparkasse in Dresden) größten Sparkasse im jetzigen OSV-Gebiet : © Historisches Archiv des OSV

  • Mark DDR BRD

    2 Mark der DDR und eine Deutsche Mark - der normale Umstellungskurs war 1990 2:1. : © Historisches Archiv des OSV

Die Währungsunion vor 25 Jahren – Eine historische Aufgabe für die Sparkassen

Vor genau 25 Jahren war es soweit. Mit der Währungs-, Wirtschafts- und Sozialunion wurde in der DDR die Deutsche Mark alleiniges Zahlungsmittel. Dies regelte ein Staatsvertrag zwischen der Regierung der Bundesrepublik Deutschland und der Regierung der Deutschen Demokratischen Republik vom 18. Mai 1990. Eine wichtige Etappe der Wiedervereinigung war mit dem Inkrafttreten am 1. Juli erreicht.

Nun konnten sich die Bürgerinnen und Bürger mit der neuen Währung ausstatten. Die Bargeldversorgung der DDR-Bevölkerung erfolgte vor allem über die Sparkassen. Aufgrund der verordneten Arbeitsteilung im Bankensystem des ostdeutschen Staates waren sie seit Jahrzehnten die Sparinstitute der Privatleute. Über 80 % der Spareinlagen befanden sich im Sommer 1990 bei ihnen. Wegen der dominierenden Stellung hatten sie die Hauptlast bei der Währungsumstellung zu tragen. Ohne ihr großes Engagement wäre eine fristgerechte Umsetzung gar nicht möglich gewesen.

Weil kein direkter Umtausch von Bargeld stattfand, sondern lediglich Guthaben auf Konten umgerechnet wurden, erfolgten im Mai und Juni 1990 zahlreiche Neueröffnungen von Konten bei den Sparkassen. Insbesondere die Buchspareinlagen für Kinder vermehrten sich. Innerhalb von Familien wurden Guthaben verteilt. Bis 2.000 Mark erhielten zum Beispiel unter 14-Jährige 1:1 umgestellt. Für den bevorzugten Kurs war das Lebensalter maßgeblich. 2:1 lautete der allgemeine Umstellungssatz.

Die Währungsunion bedeutete im Vorfeld eine umfangreiche Beratung der Kundinnen und Kunden in den Sparkassen. Die ostdeutschen Institute informierten die Bevölkerung über alle anstehenden Maßnahmen. Die Umstellungsanträge waren dann ab dem 5. Juni erhältlich. Zwischen dem 11. Juni und 6. Juli 1990 mussten sie abgegeben werden. Bei der Ausreichung und Entgegennahme gab es in den Sparkassen einen Massenandrang. Insgesamt bearbeiteten sie rund 90 % (14,3 von 16 Mio.) der Anträge in der DDR.

Das war eine gewaltige Aufgabe, die vor allem die Mitarbeiterinnen zu bewältigen hatten. Denn bei den Geldinstituten arbeiteten fast ausschließlich Frauen. Wochenlang machten sie massiv Überstunden, arbeiteten an Wochenenden. Es gab auch Unterstützung durch die westdeutsche Sparkassenorganisation, etwa mit Personal aus Partnersparkassen oder mit Computertechnik. Das Ergebnis der Arbeit der engagierten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus Ost und West: zum Stichtag 30. Juni waren bei den DDR-Sparkassen rund 50 Milliarden Mark (34 % der Spareinlagen) im Verhältnis 1:1 und 96 Milliarden Mark zum normalen Kurs 2:1 umgetauscht.

Am Folgetag standen schon frühzeitig Schlangen vor den Sparkassen. Freudig erwarteten die Menschen am 1. Juli (Sonntag) ihre DM. Eine Erstausstattung der Geldinstitute war zuvor durch die Bundesbank erfolgt. Wer bei der Antragstellung eine Auszahlungsquittung bestellt hatte, bekam jetzt Bares. Mit den Wertschecks konnte die Bevölkerung im Rahmen ihres Guthabens bis 2.000 DM erhalten und so den Bargeldbedarf für eine Woche decken. Denn frei über ihre Konten verfügen konnte sie erst am 9. Juli 1990, nach deren EDV-mäßiger Umstellung auf Deutsche Mark.

  • Reklamemarken ÖVA

    Auf den Klebemarken sind die Versicherungen zu lesen, die Anfang (links) und Mitte (rechts) der 1920er-Jahre bei den sächsischen Sparkassen abgeschlossen werden konnten. : © Historisches Archiv des OSV

  • Prospekt Werbung ÖVA

    Seiten eines Werbeprospekts aus den 1920ern : © Historisches Archiv des OSV

  • Ansichtskarte Automobil

    Das Motiv einer Ansichtskarte (unbekannter Verlag) zeigt einen Viersitzer der Marke Wanderer W 8 aus Chemnitz. Als sehr nützlich erwies sich in Sachsen die Autokaskoversicherung. 1929 wurden von der ÖVA 818 Schadensfälle bearbeitet. (Bestand: Historisches Archiv des OSV)

  • Gebaeude der OEVA 1929

    Ihre Büros hatte die ÖVA zunächst im Rathaus am Dresdner Altmarkt. Ein eigenes Verwaltungsgebäude fand sich bald hier in der Wiener Straße 20. : © Historisches Archiv des OSV

Die Kraftfahrzeugversicherung der ÖVA

Die deutschen Sparkassen haben sich im Laufe ihrer über 200-jährigen Geschichte von Spar- und Kredit- zu modernen Universalinstituten entwickelt. Ein Produkt, das zum Beispiel die sächsischen Sparkassen ihren Kundinnen und Kunden schon vor 95 Jahren anbieten konnten, waren Versicherungen, zunächst Lebensversicherungen. Am 1. April 1920 nahm die Öffentliche Lebensversicherungsanstalt der Sparkassen im Freistaat Sachsen die Geschäftstätigkeit auf.

1925 erfolgte dann die Umbenennung des Verbundunternehmens in Öffentliche Versicherungsanstalt der Sächsischen Sparkassen (ÖVA). Die Angebotspalette war nun um moderne Versicherungen erweitert: die Unfall-, Haftpflicht-, freiwillige Kranken- sowie die Autokaskoversicherung. Zum Teil bestand dabei bis 1927 eine Arbeitsgemeinschaft mit anderen Unternehmen. Ab 1926 wurden auch Kleinlebensversicherungen als Volksversicherungen von der ÖVA angeboten.

In der zweiten Hälfte der 1920er-Jahre zeigte das Versicherungsgeschäft einen deutlichen Aufschwung. So waren zum Beispiel bis zum 1. Januar 1927 in Sachsen bereits 572 Autokaskoversicherungen beantragt. Im Geschäftsjahr 1927 wurden 694 und im Folgejahr sogar 870 Versicherungen abgeschlossen. Ende 1928 bestanden 1.399 Policen – der Höchststand während der Jahre der Weimarer Republik. Zu diesem Zeitpunkt gab es bei einer Bevölkerung von ca. 5 Mio. Menschen fast 106.000 Kraftfahrzeuge im Freistaat Sachsen, davon rund 37.600 Pkw.

  • Spardose Halle

    Die Spardose ist ca. 90 Jahre alt. : © Historisches Archiv des OSV

  • Praegung DSGV

    Auf dem Boden wurde ein Signet des Deutschen Sparkassen- und Giroverbandes angebracht. : © Historisches Archiv des OSV

  • Logo DSGV 1924

    Lediglich auf dem ersten Geschäftsbericht des DSGV für 1924 ist das Logo abgebildet. : © Historisches Archiv des OSV

Eine Einheitssparbüchse aus Halle?

Heute möchte ich Ihnen eine weitere Sparbüchse aus dem Bestand des Historischen Archivs des OSV vorstellen. Sogar der passende Schlüssel ist bei uns vorhanden. Mit ihm ließ sich ein Bajonett-Verschluss öffnen. Der Sockel der Dose wurde ab- und das ersparte Geld entnommen. Eine Einwurfsicherung in Form einer Klappe sorgte dafür, dass man die Münzen durch den Schlitz nicht wieder herausbekam.

Interessant sind auch die Prägungen am Boden der Dose. Dort erscheinen die Herstellerfirma „ADE Geldschrankfabrik Berlin“ und „DSGV“ für den Deutschen Sparkassen- und Giroverband. Es handelt sich dabei um ein Signet, das vor der Einführung des „Hermeskopfes“ als Verbandszeichen (Sommer 1925) verwendet wurde. Was hatte denn der Dachverband mit der Spardose zu tun? Vielleicht handelt es sich bei dem Exemplar um eine sogenannte Einheits-Heimsparbüchse, die er den Sparkassen vor 90 Jahren zum Kauf anbot?

Der 1924 gegründete DSGV betrieb eine aktive Werbepolitik. Werbung war Ausdruck der Sparkasseneinheit. Es galt, den Sparsinn zu wecken, das Kleinsparen zu fördern. Gleichzeitig konnten Spardosen als Werbemittel dienen. Und so prüfte der Werbeausschuss des Verbandes verschiedene Ausführungen. Aufgrund der Qualität und des Preises wurde mit benannter Firma, die Geldschränke und Tresore herstellte, ein Vertrag geschlossen. Ihr Produkt konnten die Sparkassen schließlich 1925 für nur 1,50 Reichsmark erwerben. Wer 1.000 Stück bestellte, erhielt sogar die Bezeichnung des Instituts geprägt. Die Stadtsparkasse Halle gab diese besonderen Spardosen dann gegen ein Pfand von 1,50 RM an ihre Kundschaft ab.

Bereits seit 1908 hatte die Sparkasse Erfahrungen mit dieser Form des Kleinsparens sammeln können. Am Anfang wurde ein Modell der Firma Bode benutzt. Ab 1917 konnten dann keine neuen Dosen mehr beschafft werden, da den Herstellern im Ersten Weltkrieg das Metall fehlte. In der Inflation Anfang der 1920er-Jahre wurde das Münzensammeln sinnlos. Dennoch blieben in dieser schlimmen Zeit viele Spardosen im Besitz von Kundinnen und Kunden der Stadtsparkasse. 1924 waren noch 6.602 im Umlauf. Nun ging es dank einer sicheren Währung wieder aufwärts. In dem Jahr wurden in Halle 47, 1925 schon 818 und 1926 sogar 1.326 neue Sparbüchsen ausgereicht.

  • Koenig Friedrich August I.

    Friedrich August I. musste vor 200 Jahren einen großen Teil seines Landes an Preußen abtreten. Lithografie von Maximilian Knäbig, um 1840 : © Historisches Archiv des OSV

  • Landkarte Sachsen Preussen 1887

    Der Ausschnitt einer Landkarte von 1887 zeigt den Verlauf der Grenze zwischen der preußischen Provinz Schlesien (gelb) und dem Königreich Sachsen. (Karte vermtl. in: Richard Andrees allgemeiner Handatlas; Bestand: Historisches Archiv des OSV)

Vor 200 Jahren – Die Teilung Sachsens

Genau vor 200 Jahren, am 9. Juni 1815, wurde ein Vertrag zwischen Preußen, Russland und Sachsen völkerrechtlich bestätigt, der gravierende Auswirkungen auf das Königreich Sachsen hatte. Nach dem sogenannten Pressburger Vertrag vom 19. Mai 1815 erhielt nämlich Preußen zwei Drittel der Fläche und knapp die Hälfte der Bevölkerung des Nachbarlandes.

Wie konnte es dazu kommen? Der König von Sachsen, Friedrich August I., stand während des Befreiungskrieges gegen Napoleon schlichtweg auf der falschen, auf der Verliererseite. Nach der Völkerschlacht bei Leipzig wurde er sogar preußischer Gefangener in Friedrichsfelde (Berlin). Die territorialen Ansprüche Preußens gingen damals weit. Man wollte ursprünglich ganz Sachsen erwerben.

Bei den Verhandlungen des Wiener Kongresses wurde jedoch ein Kompromiss geschlossen. Es kam zur Teilung. Die Bestimmungen dazu können Sie hier im Artikel 15 der Wiener Kongressakte nachlesen. Friedrich August I. verzichtete unter anderem auf Gebiete, die heute zum Freistaat Sachsen gehören. So lag etwa ein Teil der Oberlausitz vor 200 Jahren in der preußischen Provinz Schlesien.

Aufgrund der damaligen Grenzziehungen ist die Historie einiger heutiger Sparkassen eine sächsisch-preußische. So wurde zum Beispiel 1825 im sächsischen Zittau eine Stadtsparkasse und 1830 im preußischen Görlitz die Oberlausitzer Provinzialsparkasse gegründet. Nicht nur dort ist jetzt die Sparkasse Oberlausitz-Niederschlesien für ihre Kundinnen und Kunden vor Ort. Ihre Wurzeln reichen weit in die Vergangenheit – und über frühere Landesgrenzen.

  • Der Vorsitzende des Hamburger Vereins nutzte bereits die Bezeichnung "Sparcasse". (Lithografie von Conrad Kiesel, um 1820; Druck und Verlag Lithografisches Institut Ch. Fuchs in Hamburg) : © Historisches Archiv des OSV

Die Verwirklichung der Sparkassenidee

Hamburg 1778
Sparkassen gibt es in Deutschland seit fast 237 Jahren. Bereits im Sommer 1778 gründete die Hamburgische Gesellschaft zur Beförderung der Künste und nützlichen Gewerbe, auch Patriotische Gesellschaft genannt, eine besondere Versorgungsanstalt. Diese hatte den Charakter einer Versicherungs- und Spareinrichtung. Ihre „Ersparungsklasse“ bezeichnete der Vorsteher der Gesellschaft, Johann Arnold Günther (1755 – 1805), als eine „Sparcasse“. Sie war die erste Sparkasse der Welt, allerdings keine kommunale. Die erste Stadtsparkasse wurde 1801 in Göttingen eröffnet.

Gemäß der Hamburger Satzung konnten „geringe fleißige Personen beiderlei Geschlechts“, zum Beispiel Dienstboten, Tagelöhner, Handarbeiter oder Seeleute, „ihren sauer erworbenen Not- oder Brautpfennig sicher zu einigen Zinsen belegen“. Es wurde der Allgemeinheit erstmals die Möglichkeit geboten, auch verhältnismäßig kleine Geldbeträge sicher und zinsbringend anzulegen. Man ermunterte die Kundinnen und Kunden, für bestimmte Anlässe zu sparen. Denn Sparen war kein Selbstzweck.

Die Gründer verfolgten sozialpädagogische Ziele. Die Philanthropen empfahlen „kleinen Leuten“ ein moralisch-sittsames Leben. Und dazu gehörten Arbeiten und Sparen. Eine Sparkasse diente als Einrichtung der privaten Daseinsvorsorge. Zum Beispiel in Zeiten der Erwerbslosigkeit konnte ein Sparguthaben hilfreich sein, um nicht zu verelenden. Damals gab es noch keine staatliche Versicherung. Auch waren die Möglichkeiten der Armenpflege sehr beschränkt.

Königsbrück 1819
Vierzig Jahre nach der Hamburger Gründung wurde die Sparkassenidee erstmals im heutigen Geschäftsgebiet des OSV verwirklicht. Die Initiative ergriff zunächst weder eine Stadt noch ein Verein von Bildungsbürgern. Stattdessen ging die Obrigkeit ans Werk. Der Graf Peter Karl Wilhelm von Hohenthal (1754 – 1825) war über das Hamburger Institut und andere Sparkassengründungen informiert. Jahrelang soll er den Gedanken einer Sparkasse mit sich herumgetragen haben.

Der Konferenzminister war ein vielbeschäftigter Mann. Selbst wenn er „auf Urlaubsreisen seine Güter besuchte, begleiteten ihn dahin Acten zur ruhigen Bearbeitung“, so eine Lebensdarstellung von 1827. Der Adelige engagierte sich auch im Privaten. Er unterstützte viele gemeinnützige Unternehmungen. So gilt von Hohenthal zum Beispiel als Mitbegründer des Dresdner Wohltätigkeitsvereins Zu Rath und Tath, der sich ab 1803 sozialen Projekten widmete. Die Gesellschaft ergriff unter anderem Maßnahmen, um dem Verarmen vorzubeugen. Auch die Eröffnung einer privaten Sparkasse in der sächsischen Landeshauptstadt im Jahr 1821 ist Vereinsmitgliedern zu verdanken.

Hohenthal selbst schritt bereits 1818 zur Tat, im wahrsten Sinne des Wortes. Denn der eifrige Förderer gemeinnütziger Projekte entwickelte seinen konkreten Plan einer „Spaar-Caße“ während eines Spaziergangs. Bald war ein Statut niedergeschrieben. Die Sparkasse konnte als wohltätige Einrichtung des Standesherrn in Königsbrück zum Jahresbeginn 1819 eröffnet werden. Er schuf damit eine Möglichkeit, kleine Ersparnisse sicher und zinsbar anzulegen. Nicht nur die Dienstboten und die Einwohnerschaft seines Herrschaftsgebiets, auch Auswärtige konnten bei seiner Sparkasse sparen und für später vorsorgen.

  • Koenig Friedrich II.

    Sogar der "Alte Fritz" kam zur Eröffnung. Neben der Ausstellungsvitrine: Geschäftsstellenleiter Frank Schulze und Hermann Lamprecht als Darsteller des Preußenkönigs. : © Mittelbrandenburgische Sparkasse in Potsdam

  • Kreishaus Teltow

    Im Teltower Kreishaus befand sich der Sitz der Sparkasse von 1858 bis 1871. Damals war der Bürgermeister ihr Rendant. (Abb. in: Petersilie, Erich: Die Sparkasse des Kreises Teltow von 1858-1908, Berlin, 1908; Bestand: Historisches Archiv des OSV)

  • Maschinen in Vitrine

    Unter anderem alte Maschinen gibt es in Teltow zu sehen ... : © Mittelbrandenburgische Sparkasse in Potsdam

  • Statut Vitrine

    ... und viele Schriftstücke : © Mittelbrandenburgische Sparkasse in Potsdam

Sparkassengeschichte in Teltow – Eine Ausstellung zum Stadtjubiläum

Die Stadt Teltow feiert 2015 ihr 750-jähriges Bestehen. Anlässlich dieses Jubiläums hat sich auch die Mittelbrandenburgische Sparkasse in Potsdam (MBS) mit der Historie beschäftigt. Denn Sparkassengeschichte ist ein Teil der Ortsgeschichte. 1858 wurde in der Stadt die Sparkasse des Kreises Teltow gegründet. Zunächst hatte sie dort auch ihren Hauptsitz, im Kreishaus. Mit der Verlegung nach Berlin existierte ab 1872 eine Nebenzweigstelle im Rathaus, dann ab 1936 eine Hauptzweigstelle der Kreissparkasse in der Zehlendorfer Straße 11. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde das Institut 1945 geschlossen und eine neue Kreissparkasse in Funktionsnachfolge eröffnet.

Bei der Sparkasse des Kreises Teltow handelte es sich um ein bedeutendes Institut. Bereits 1905 war sie zur größten Sparkasse in Brandenburg und zehntgrößten in Preußen herangewachsen. 110 Jahre später, am 29. April 2015, eröffnete nun die heutige größte brandenburgische Sparkasse (MBS) eine Ausstellung in Teltow. Diese Veranstaltung ist sogar durch ein Video dokumentiert. Insgesamt 75 Tage lang, noch bis zum 12. Juli, sind in der örtlichen Geschäftsstelle zahlreiche interessante Ausstellungsstücke versammelt. Hervorgehoben werden soll an dieser Stelle, dass Kundinnen und Kunden die Schau mit Exponaten unterstützt haben. Wir freuen uns, dass auch wir die Sparkasse bei der Vorbereitung ihres Projektes im Jubiläumsjahr der Stadt helfen konnten.